Presseinformation: Mit Abstand erfolgreich | Shell Pensionäre

Presseinformation: Mit Abstand erfolgreich

13. Oktober 2020

Presseinformation

Die Rheinland Raffinerie bringt in diesen Tagen einen umfangreichen Wartungsstillstand zu Ende. Von dem erfolgreichen Sicherheits- und Hygienekonzept zum Schutz vor Corona-Infektionen überzeugte sich jetzt NRW-Arbeits- und -Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Seit Ende August waren täglich bis zu 2.000 zusätzliche Mitarbeiter im Wesselinger Werk im Einsatz.

NRW-Gesundheits- und -Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (3.v.r.) und Gesundheitsamtsleiter Dr. Franz-Josef Schuba (2.v.l.) beim Anlagenstillstand im Wesselinger Werk der Rheinland Raffinerie mit (v.l.n.r.) Stillstandsmanager Stefan Bädorf, Betriebsleiter Andreas Loschelder, Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath und Werksarzt Dr. Markus Schmidt.

Das Konzept nahm alle Problemstellen am und im Werk – vom Parkplatz bis zu den Arbeitsstätten und Sozialbereichen – in den Blick und sah sowohl Gegenmaßnahmen für jedes identifizierte Risiko als auch einen ganz engen Austausch mit den beauftragten Partnerfirmen vor. Die Maßnahmen wurden von Ingenieuren, Sicherheitsfachkräften und Werksärzten entwickelt und mit dem Kreisgesundheitsamt und der Bezirksregierung Köln abgestimmt. „Wir sind jetzt auf der Zielgeraden des Stillstands und konnten alle Arbeiten weitestgehend planmäßig, vor allem aber sicher durchführen. Denn die Gesundheit unserer Partnerfirmenmitarbeiter, unserer Stammbelegschaft und unserer Nachbarn hat oberste Priorität. Die gründliche Vorbereitung einer solchen Mammutaufgabe unter Corona-Bedingungen hat zum Erfolg geführt“, zieht Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath Bilanz. Eine der wirksamsten Infektionsbarrieren war bereits, dass 95 Prozent der Arbeiten unter freiem Himmel stattfanden.

„Es freut mich, dass die Wartungsarbeiten in Wesseling erfolgreich durchgeführt wurden. Für mich zeigt das deutlich, dass mit einem durchdachten Hygienekonzept und in enger Absprache mit dem örtlichen Gesundheitsamt auch umfangreiche betriebliche Maßnahmen ohne Probleme umgesetzt werden können. Entscheidend sind klare Hygieneregeln und eine konsequente Umsetzung durch die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärte Minister Laumann beim Treffen mit dem Raffineriedirektor, Stillstandsmanagern und dem leitenden Werksarzt.

Das Sicherheits- und Hygienekonzept vermied vor allem, dass sich Mitarbeiter zu nahe kommen. Geh- und Radwege wurden deutlich gekennzeichnet, an Engstellen wurden Einbahnregelungen getroffen. Alle Gewerke wurden in kleinstmögliche Teams aufgeteilt, die während der gesamten Dauer des Stillstands bestehen blieben, damit es nicht zu Durchmischungen und somit unnötigen Kontakten kommt. Die gesamte Mannschaft wurde in drei Gruppen aufgeteilt, die Sozialbereiche wie Kantine, Duschen und Umkleiden jeweils nur in getrennten Zeitfenstern nutzen durften. Dazwischen wurde gereinigt, desinfiziert und gelüftet. Statt einem gab es zwei Kantinenzelte, und das Catering wurde so organisiert, dass die Mahlzeiten einzeln vakuumverpackt an die Esser ausgegeben wurden.

Unterstützung zur Einhaltung der Regeln leisteten Hygiene-Coaches einer externen Fachfirma, die den Arbeitern halfen, auf Abstand und sicheres Verhalten zu achten. Der medizinische Dienst der Raffinerie war mit einem eigenen Container am Stillstandsbereich stationiert, und das mit Beginn der Corona-Pandemie etablieberte Kontaktmanagement half, dass aus einzelnen Infektionen, Kontakt- oder Verdachtsfällen keine Weiterverbreitung im Werk folgte.

Grundsätzlich gelten in der Raffinerie seit Beginn der Corona-Pandemie diese fünf Grundregeln:

  1. 1,5 Metern Mindestabstand sind einzuhalten. Da, wo dies aus der Arbeitssituation heraus nicht möglich ist, muss mit Schutzmasken, Gesichtsvisieren oder zusätzlichen Barrieren wie Plexiglasscheiben gearbeitet werden. Für alle geschlossenen Räume ist eine Maximalpersonenzahl festgelegt und ausgeschildert.
  2. Mitarbeiter mit Krankheitssymptomen dürfen das Werk nicht betreten. An den Einlasstoren für den Stillstand wurde außerdem kontaktlos die Körpertemperatur gemessen.
  3. Die allgemeinen Hygieneregeln (Abstandhalten, Husten- und Niesetikette, regelmäßiges Händewaschen mit Seife) werden geschult und durch Beschilderungen im Werk immer wieder verdeutlicht. Im Stillstandsbereich wurde diese Beschilderung neben Deutsch und Englisch in sechs weiteren Sprachen ausgeführt.
  4. Corona-Kontakt- und -Verdachtsfälle werden über das Kontaktmanagement der Raffinerie erfasst. Alle dann eventuell betroffenen Mitarbeiter werden benachrichtigt und zur häuslichen Isolation verpflichtet.
  5. Schließlich werden alle Mitarbeiter um Rücksicht auf- und Verständnis füreinander gebeten – wenn das Abstandhalten Wartezeiten verlängert, aber auch damit Kollegen sich gegenseitig an die Regeln erinnern.

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